Wie alles begann...
Moin und herzlich willkommen auf meinem Blog über Brücken gehen. Ich bezeichne mich in diesem Blog als Brückenbauerin, weil es auch genau das ist, was ich tagtäglich mache bzw. versuche.
Ich bin Anfang 40 und habe vor 19 Jahren Soziale Arbeit im Norden Deutschlands studiert. Warum ich mich zu diesem Studium entschieden habe? Diese Frage wurde mir häufig gestellt und auch ich habe sie mir immer wieder gestellt. Einer meiner Lehrer meinte damals, nachdem ich ihm voller Stolz von meinem Vorhaben erzählte, "und was willst du später mal verdienen?!"
Du wirst mir zustimmen, dass diese Frage durchaus berechtigt ist. Denn meiner Ansicht nach ist der Beruf des Sozialpädagogen nach wie vor (neben Erziehern oder auch Pflegekräften) absolut unterbezahlt und zu wenig wertgeschätzt. Aber dazu an anderer Stelle mehr.
Übrigens werde ich in meinem Blog auf die Differenzierung zwischen männlichen, weiblichen und diversen Endungen verzichten, da ich grundsätzlich jedes menschliche Wesen ansprechen möchte und für die bessere Lesbarkeit in den meisten Fällen die bisher gängigste Form verwende.
Also, weswegen wollte ich einen Beruf erlernen, von dem ich wusste, dass ich damit nicht reich werde? Ganz einfach. Mich hat schon immer der Mensch und seine Psyche interessiert und fasziniert. Als ich damals in der 10. Klasse war, wollte ich noch Dolmetscherin werden und sogar für kurze Zeit mal Jura studieren. Erst durch das geben von Nachhilfestunden für Deutsch und Englisch stellte ich fest, dass ich anderen Menschen gerne helfen möchte.
Aber ein Helfer-Syndrom reicht noch nicht aus, um auch wirklich gute Soziale Arbeit leisten zu können oder doch?
In diesem Blog möchte ich auf die Widrigkeiten, die Widerstände, aber auch die positiven Aspekte (und davon gibt es Zahlreiche) in der Sozialen Arbeit voll gepackt mit meinen persönlichen Erfahrungen eingehen.
Ich arbeite seit vielen Jahren nun in den unterschiedlichen Bereichen des öffentlichen Dienstes. Der Satz "du kannst sie nicht alle retten" begleitet mich bis heute. Als ich damals in meiner Heimatstadt mein Anerkennungsjahr absolvierte, dachte ich noch "ich kann sie alle retten". Die Euphorie hat irgendwann nachgelassen und dennoch sollte sie sich jeder ein Stück weit beibehalten. "Ich kann zwar nicht alle retten, aber es zumindest versuchen und zwar so viele, wie möglich."
Lass mich gerne wissen, welche Themen dich hier interessieren und wir darüber kontrovers diskutieren können. Ich freue mich über einen regen Austausch und natürlich auch Tipps und Inspirationen.
Deine Brückenbauerin :)
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